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Traumstart für die Regionalligatruppe in die neue Saison

Die DJK Vilzing hat einen optimalen Start in die fünfte Saison in der Regionalliga Bayern hingelegt. Die Bayerwäldler besiegten vor 912 Zuschauern im Manfred-Zollner-Stadion den amtierenden Meister 1. FC Nürnberg II nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1-Toren. Jonas Goß, Markus Ziereis und Andreas Jünger erzielten die Tore. Ziereis absolvierte sein erstes Regionalliga-Spiel für die DJK, verletzte sich aber. Sein Regionalliga-Debüt feierte zudem Benedikt Laumer aus Zandt, der für Ziereis in die Partie kam. In den beiden Vorjahren starteten die Huthgarten-Kicker jeweils mit Niederlagen. Auf ein 0:5 beim FV Illertissen 2024 folgte im Vorjahr daheim eine 1:3-Pleite gegen die SpVgg Unterhaching. Am Freitagabend gab es nun wieder einmal drei Punkte zum Start, doch danach sah es zunächst nicht aus. Zwar waren die Gastgeber in den ersten zehn Minuten tonangebend, kassierten aber nach einem Einwurf durch eine Unachtsamkeit durch Ben Hagmeyer, der aus acht Metern flach einschießen konnte, das 0:1 (12.). Gegen den Meister in Rückstand zu geraten, das war eine Hypothek. Denn die spielerisch starke U23 vom Club kontrollierte das Geschehen, ließ wenig zu gegen Vilzing, bei denen die Verletzten Benedikt Fischer, Simon Sedlaczek und Alexis Fambo und der noch einmal wegen einer roten Karte aus dem Spiel beim FC Memmingen Anfang Mai gesperrte Elija Härtl fehlten. Nach und nach kamen die Hausherren besser in die Partie. Der nach dem Abgang von Kapitän Felix Weber zum TSV 1860 München neue Spielführer Mario Kufner trieb seine Kollegen immer wieder an. Kurz vor der Pause dann der wichtige Treffer zum 1:1-Ausgleich. Max Meyer hatte auf dem linken Flügel vorbereitet und seine Hereingabe grätschte Jonas Goß, der erste Torschütze der neuen Saison, aus sechs Metern über die Linie (41.). Beinahe wäre die DJK sogar mit einer Führung in die Kabine gegangen. Meyer zielte aus 16 Metern knapp drüber (44.) und Josef Gottmeier tat es ihm aus 24 Metern gleich (45.). Somit war das Duell wieder offen und die zahlreichen Besucher hofften auf die zweite Hälfte. Die Vilzinger machten auch nach dem Seitenwechsel einen stabilen Eindruck, konnten den Weber-Abgang gut kompensieren. In der 57. Minute dann das vermeintliche 2:1 für die Schwarzgelben. Aber der Flachschuss ins lange Eck von Nik Leipold wurde für die Vilzinger unerklärlich nicht anerkannt. Kufner soll wohl zuvor ein Foul begangen haben, was aber für die Hausherren nicht nachvollziehbar war. Vilzing schnupperte nun mehrfach an der Führung. Es kam die 70. Minute und in dieser Markus Ziereis auf das Feld. es war sein erster Regionalliga-Einsatz für Vilzing nach seinem Kreuzbandriss vom 12. Juli 2025. Nach nur 40 Sekunden setzte Ziereis den ersten Torschuss ab und der landete am Querbalken. Wenig später nahm der Ex-Profi einem Nürnberger den Ball ab, sah, dass Tormann Lennart Pohlmann zu weit vor seinem Kasten stand und traf per Schuss aus 30 Metern zum viel umjubelten 2:1 (75.). Der Knipser hatte auch in dieser Situation seine ganze Klasse gezeigt. Leider verletzte sich Ziereis kurz darauf, saß am Boden und die Fans befürchteten Schlimmes. Aber es war zum Glück nur eine Verletzung in der hinteren rechten Oberschenkelmuskulatur, für ihn kam Benedikt Laumer auf den Platz, für den es auch sein erstes Regionalliga-Spiel für Vilzing war: “Ich hatte schon beim ersten Sprint ein leichtes Ziehen im Oberschenkel gespürt. Das ist natürlich ärgerlich, weil ich wieder ausfalle. Aber wenigstens ist mir das wichtige Führungstor gelungen”, stellte Ziereis nach dem Abpfiff fest. Nürnberg II versuchte die drohende Niederlage abzuwenden, kam durch Luca Paul Schulten zu einer Großchance, die DJK-Keeper Fabian Eutinger aber entschärfen konnte (87.). In der vier-minütigen Nachspielzeit brannte es noch einmal lichterloh vor dem Vilzinger Kasten. Kufner konnte jedoch mit einem Befreiungsschlag klären und der landete in der Mitte der gegnerischen Hälfte. Dort stand Tormann Pohlmann, konnte nur mit dem Kopf eingreifen, aber der Ball fiel dem neben ihm stehenden Andreas Jünger vor die Füße, der aus gut 30 Metern ins leere Tor zum 3:1-Endstand traf (90. + 3). Dann war Schluss und der Jubel bei den Hausherren groß über den ersten Dreier der neuen Saison. Alle Vilzinger konnten strahlen, allen voran DJK-Coach Thorsten Kirschbaum, denn es war ein Sieg gegen seinen Ex-Verein, bei dem er ausgebildet worden war und mit dem er einst den Bundesliga-Aufstieg geschafft hatte. Entsprechend positiv fiel sein Fazit aus: “Das war heute ein Highlight-Spiel, das wir hochverdient gewonnen haben. In der ersten Halbzeit war es eng, wir sind auf einen starken Gegner getroffen. Nach dem 0:1 sind wir wieder zurückgekommen, der Ausgleich kurz vor der Pause war wichtig. In der zweiten Halbzeit waren wir optisch überlegen, hatten auch mehr Chancen. Sehr erfreulich war das 2:1 durch Markus Ziereis, der sich leider verletzt hat und wieder einige Wochen fehlen wird, ich tippe auf einen Muskelfaserriss. Das tut uns allen weh. Wichtig war, dass wir immer Vertrauen in unser Können und unsere Art Fußball zu spielen hatten. Das hat am Ende den Ausschlag gegeben.”

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