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Schwarzgelbe scheiden aus dem Pokal aus

Einen Dämpfer hat am Dienstagabend der Regionalligist DJK Vilzing in der 2. Runde im Bayerischen Toto-Pokal 2026/27 hinnehmen müssen. Denn die Bayerwäldler schieden vor 420 Zuschauern im Isar-Wald-Stadion beim zwei Klassen tiefer spielenden Landesligisten FC Dingolfing mit 6:7 (2:2, 0:2) nach Elfmeterschießen aus. Es war unter dem Strich enttäuschend, denn die DJK hatte zur Pause scheinbar sicher mit 2:0 geführt, verschenkte den Vorsprung in der Schlussphase und musste sich vom Punkt geschlagen geben. Den einzigen Fehlschuss aller zehn Schützen der beiden Teams leistete sich der beste Mann auf dem Platz, Jakob Zitzelsberger. Zitzelsberger durfte zum ersten Mal nach seinem Kreuzbandriss vor rund einem halben Jahr in der Startelf ran, trug zudem auch die Kapitänsbinde. Zusammen mit Martin Mihaylov hielt Zitzelsberger die Abwehr zusammen. Ebenfalls starten durfte Nik Leipold an seinem 22. Geburtstag. Der hatte wenig Grund zum Feiern, musste nach einer guten halben Stunde raus: “Mir war nicht gut, ich war zuvor etwas krank.” Dann auch noch die Hitze von 38 Grad im Schatten, die tat ihren Teil dazu bei. Vilzing war wie erwartet tonangebend und ging auch früh in Führung. Eine Freistoßflanke von der linken Seite aus dem Halbfeld köpfte Mihaylov völlig unbedrängt zur Vilzinger Führung aus zehn Metern ein (7.). Dingolfing, trainiert vom früheren Vilzinger Co-Trainer Thomas Seidl, kam in Abschnitt eins nur zu einer guten Möglichkeit. Der ehemalige Vilzing-Angreifer Ben Kouame startete ein Solo, holte bedängt von Zitzelsberger immerhin eine von zwei Ecken raus. Kurz vor dem Pausenpfiff das 2:0, als sich Fambo links energisch durchsetzte, in die Mitte passte, wo Erol Özbay aus zehn Metern traf (45. + 2). Bei tropischen Graden von 38 Grad im Schatten ließ es die Viertligist mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken etwas ruhiger angehen. Die Gastgeber hingegen mörtelten personell zum zweiten Durchgang mit ihren beiden Topstürmern auf, es kamen Daniel Hofer und Marcel Müller in die Begegnung. Vilzing hatte zwar optisch alles im Griff, aber nun kamen die West-Niederbayern doch zu häufig vor den Kasten von Tormann Fabian Eutinger. Einen Pass in die Tiefe von Hofer nahm Kouame mit, zog auf und davon, umspielte Eutinger und schob aus spitzem Winkel zum 1:2 ein (62.). Das war noch kein Beinbruch, aber nun war das Match wieder offen. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit beinahe das 2:2, aber Müller zielte ganz knapp am langen Pfosten vorbei (84.). Als die Nachspielzeit bereits angebrochen war, gab es einen Freistoß für Dingolfing, den Kapitän Florian Büchner servierte und den Jannik Bauer mit dem Kopf unhaltbar zum 2:2 verlängerte (90. + 2). So musste das Elfmeterschießen über den Einzug ins Achtelfinale entscheiden. Auf Dingolfinger Seite trafen alle fünf Schütze, Zitzelsberger war bei der DJK der einzige, der nicht traf, er setze den Ball neben den rechten Pfosten. Entsprechend groß war die Enttäuschung im Vilzinger Lager, Trainer Kirschbaum sagte: “Das ist natürlich völlig unnötig. Denn nach unserer 2:0-Führung ist hier im Stadion jeder davon ausgegangen, dass das Spiel durch ist. Als dann das 1:2 gefallen ist, war es schwer den Hebel wieder umzulegen, noch dazu bei 38 Grad. Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber so kam es mir von außen vor. Da war es schwer nochmal Energie reinzubringen. Wir wären natürlich gerne eine Runde weitergekommen, hatten uns für den Pokal viel vorgenommen.” Erinnerungen wurde nach dem Abpfiff an das Vorjahr wach. Das scheiterte die DJK ebenfalls in Runde zwei auch im Elfmeterschießen nach einem 2:2 nach 90 Minuten beim Bayernligisten TSV Neudrossenfeld im Elfmeterschießen, damals mit 4:6 Toren. Ab sofort können sich die Huthgarten-Kicker auf die Regionalliga konzentrieren und das steht am Samstag das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II an.

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