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Schwarzgelbe mit Zähler gegen Haching

Irgendwann endet jede Serie: Die DJK Vilzing hat am Samstag im Regionalliga-Heimspiel gegen den früheren Bundesligisten SpVgg Unterhaching vor knapp 1.400 Zuschauern im Manfred-Zollner-Stadion ein torloses Remis erreicht, das war im fünften Spiel gegen diesen Gegner der erste Punktgewinn. Es war nicht das hochklassige Spiel, aber eines, dass guten Fußball bot. Über die 90 Minuten betrachtet hatten die Gäste vom Ballbesitz und den Chancen her leichte Vorteile, aber auch Vilzing hätte das Spiel für sich entscheiden können. Die DJK blieb damit zum dritten Mal ungeschlagen, wenngleich Trainer Wolfgang Beller weiter auf seinen ersten Heimsieg warten muss. Überschattet wurde das faire Duell von einer schweren Verletzung von DJK-Kapitän Mario Kufner (siehe Nebengeschichte). Dass es schweres Unterfangen für die Heimelf wird, das war von vornherein klar. Die Hachinger reisten als Tabellenvierter mit der Empfehlung an. dass die neunmal in Folge nicht verloren hatten. Schnell wurde klar, dass es für die Hausherren schwer wird, die aber nach dem 3:2-Sieg beim VfB Eichstätt unter der Woche selbstbewusst auftraten. Bei Vilzing war Fabian Ziegler kurzfristig nicht am Start, wird am heutigen Montag aber wieder trainieren. Beim Warmmachen fiel Martin Tiefenbrunner wegen Rückenproblemen aus, für ihn kam kurzfristig Benedikt Auburger zu seinem ersten Startelf-Einsatz, der seine Sache als Rechtsverteidiger sehr gut machte. Über weite Strecken sollte es ein Spiel auf Augenhöhe werden. Die Gäste aus Unterhaching haben eine sehr junge Mannschaft mit Perspektive, die laut ihrem Sportlichen Leiter Markus Schwabl für die nächste Saison aufgebaut werden soll. Dann nämlich winkt aus der Regionalliga Bayern der Direktaufstieg in die 3. Liga und da möchten die Vorstädter absehbar gerne wieder hin. Vilzing ging ohne Scheu ans Werk, kam nach Superpass von Andreas Jünger zum in Topform befindlichen Erol Özbay zum Abschluss, dessen Schuss aus elf Metern im Tor landete (9.). Der Treffer wurde vom Unparteiischen-Gespann aus Oberfranken wegen Abseits nicht gegeben, das war eine extrem enge Entscheidung. Dann erkämpfte Markus Ziereis im Strafraum den Ball von Hachings Ben Luca Westermeier, die Kugel landete nach Ziereis-Pass bei Max Meyer, der ganz knapp am langen Eck vorbeizielte (11.). Es folgte eine Szene, die keiner sehen möchte. Bei einem Angriff der Oberbayern tanzte der Ball kurz vor der Torlinie der Vilzinger und landete schließlich auch im Tor. Beim Klärungsversuch verletzte sich Kufner schwer und die Partie musste für fast zehn Minuten unterbrochen werden. Als es weiterging, waren beide Teams nicht mehr so im Flow wie zuvor. Kurz vor der Pause gab es zwei gute Chancen für die DJK. Nach Freistoß von Alexis Fambo kam Özbay einen Schritt zu spät und die tolle Einzelaktion von Jakob Zitzelsberger, der zog aus 20 Metern flach ab, wurde nicht belohnt. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Duell offen, wobei die Hachinger einige gute Abschlusssituationen hatte. Aber entweder wurden die Versuche geblockt, oder der erneut starke Torhüter Fabian Eutinger konnte die Flachschüsse in seinem vierten Zu-Null-Spiel in dieser Saison parieren. Aber auch Vilzing hatte Möglichkeiten für die Führung wie Alexis Fambo per Freistoß, den Haching-Tormann Erion Avdija parieren konnte (69.). Am Ende blieb es beim torlosen Remis, Vilzing hat damit nur eines der letzten neun Spiele verloren. Wermutstropfen sind aus Sicht der Bayerwäldler, dass neben dem Ausfall von Kufner Jakob Zitzelsberger und der Ex-Hachinger Josef Gottmeier nach ihrer jeweils fünften gelben Karte am kommenden Samstag beim FC Bayern München II gesperrt sind. Für die Vilzinger steht fest: Die halbe Miete für den Klassenerhalt ist mit 21 Punkten eingefahren, Coach Beller und sein Team können in Ruhe weiterarbeiten. Chefcoach Beller fasste anschließend zusammen: “Unterhaching war der stärkste Gegner, gegen den wie bisher gespielt haben. Wir haben aber sehr kompakt verteidigt, haben wenig zugelassen und können heute mit dem einen Punkt leben.” Hachings Präsident Manfred Schwabl stellte fest: “Es war ein Abnutzungskampf mit am Ende einem gerechten Unentschieden.”

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