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Schwarzgelbe mit Heimniederlage gegen den Club
Die zweite Heimniederlage in diesem Jahr in der Regionalliga Bayern hat am Samstag die DJK Vilzing kassiert. Vor gut 600 Zuschauern mussten sich die Bayerwäldler dem Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg II mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Die stark ersatzgeschwächten Gastgeber hatten dem “kleinen Club” alles abverlangt, hatte alles probiert, doch unter dem Strich reichte es nicht für einen Punktgewinn. Beide Trainer, Thorsten Kirschbaum von der DJK, und Andreas Wolf vom Gast, stellten hernach fest, dass es ein verdienter Nürnberger Sieg war. Kirschbaum war ja früher als Torwart Profi in Nürnberg, für ihn war es gegen den Ex-Verein ein besonderes Erlebnis. Dieses Mal fehlten auf Seiten der Einheimischen zusätzlich zu bekannten Ausfällen die beiden gesperrten Luis Bezjak (Rot) und Elija Härtl (5. gelbe Karte), Härtl wurde durch Martin Mihaylov in der Innenverteidigung ersetzt. Paul Grauschopf war als Lehrer vorige Woche beruflich unterwegs, konnte nicht trainieren und saß daher erst einmal auf der Bank. Dafür rückte Nik Leipold in die Anfangsformation. Im Tor stand erneut Sandro Weber als Ersatz für Stammkeeper Fabian Eutinger. Der frühere Profi-Tormann und DJK-Chefcoach Thorsten Kirschbaum hat inzwischen seinen Spielerpass von seinem Heimatverein TSV Oberzenn nach Vilzing transferiert, darf aber erst ab dem 2. Mai spielen, weil er im Herbst noch einmal für seinen A-Klassisten im Einsatz war. Zum Frühlingsanfang lief das Spiel behäbig an, Frühlingsgefühle kamen bei den Zuschauern erst einmal nicht auf. Nach einer dahinplätschernden Anfangsviertelstunde hatten die “Glubberer” die erste Gelegenheit in Führung zu gehen. Ayoub Chaikhoun hatte den Kollegen Joel Skowronek freigespielt und der hatte nur noch Keeper Weber vor sich, entschied sich aber aus elf Metern über den Querbalken zu schießen (17.). Nach einer Ecke nochmals die Gäste, es herrschte Verwirrung vor dem Kasten der DJK, aber Kristian Mandic konnte daraus kein Kapital schlagen (23.), Vilzing konnte klären. Und noch einmal Nürnberg, als Eliyah Rau aus neun Metern völlig frei zum Abschluss kam, der aber das Tor verfehlte (26.). Eine Pausenführung für die Gäste wäre möglich und verdient gewesen. Die hätte kurz vor dem Kabinengang beinahe Vilzing erzielt. Thomas Haas bediente auf der linken Seite Alexis Fambo und der flankte ins Zentrum, den Schuss von Leipold konnte Keeper Robin Lisewski aber entschärfen (44.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb erst einmal die Gäste torgefährlicher. Ein Schuss aus der zweiten Reihe von Moritz Wiezorrek konnte Tormann Weber abwehren (47.) und Skowronek setzte die Kugel knapp neben den Pfosten (54.). Vilzing dann auch mal im Vorwärtsgang. Der inzwischen eingewechselte Grauschopf passte zu Andreas Jünger, der beim Abschluss im letzten Moment noch von Eberle entscheidend gestört werden konnte (58.). Ganz bitter, was dann nach einer guten Stunde passierte. DJK-Abwehrrecke Mario Kufner wurde bei einem Foul verletzt, musste neben dem Spielfeld behandelt werden. Es gab Freistoß für die Mittelfranken von der linken Seite und der wurde von Chaikhoun in Richtung zweiter Pfosten serviert. Dort rauschte Wiezorrek heran und war aus fünf Metern mit dem 1:0 erfolgreich (63.). “Das war natürlich ganz bitter, weil uns in dieser Situation Mario gefehlt hat”, stellte Kirschbaum fest. Jetzt war es ein anderes Spiel, denn die Gastgeber stemmten sich gegen die drohende fünfte Heimniederlage. Nach einer Ecke kam Felix Weber aus sechs Metern zum Kopfball, aber der Nürnberger Keeper hatte aufgepasst (66.) und wenige später wurde auch der Kopfball von Grauschopf nach Ecke von Thomas Haas entschärft. Kufner musste dann auch raus, es kam Josef Gottmeier in die Partie (72.). Einen Schuss von Gottmeier aus 18 Metern fälschte Grauschopf leicht ab, da wäre der Keeper nicht mehr rangekommen, aber die Kugel strich knapp am Pfosten vorbei (81.). Die letzten zehn Minuten plus fünf Minuten Overtime wurden dann spannend. Vilzing drückte, die Gäste kamen zu einigen Kontergelegenheiten, die aber allesamt kläglich vergeben wurden. Nach einer Ecke kam Jünger an den Ball, aber er zögerte und dann war zu viel Verkehr vor dem Nürnberger Tor (89.). Es sollte nicht mehr reichen und so verlor Vilzing das Duell knapp. Der Kommentar von Kirschbaum zu diesem Match gegen seinen Ex-Verein: “Insgesamt geht der Sieg für Nürnberg in Ordnung. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht so geschafft die Energie auf den Platz zu kriegen wie in den letzten Spielen. Die zweite Halbzeit war dann deutlich besser. Die Jungs haben alles reingeworfen, aber wir hatten das Quäntchen Glück dieses Mal nicht auf unserer Seite.”