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Schwarzgelbe holen Derbysieg in Hankofen!
Die DJK Vilzing hat am Samstag vor rund 750 Zuschauern das Regionalliga-Derby bei der SpVgg Hankofen-Hailing verdient mit 3:2 (1:1) gewonnen. Auch wenn es für die Bayerwäldler anfangs nicht so gut aussah, so kämpfte sich die DJK rein in die Partie. Zweimal holten die Schwarz-Gelben einen Rückstand auf, um am Ende durch Simon Sedlaczek den Sieg zu buchen. Während Vilzing Rang sieben behaupten konnten, scheinen die Lichter in der Regionalliga für Hankofen auszugehen. Denn die “Dorfbuam” sind drei Spieltage vor Saisonschluss Letzter, haben vier Punkte Rückstand auf den Vorletzten Aschaffenburg und bereits sieben zu den Relegationsplätzen. Da besteht nicht viel Hoffnung den zweiten Abstieg aus Liga vier noch verhindern zu können. “Derbysieger, Derbysieger, Hey, Hey”, sangen die Vilzinger Spieler nach dem Abpfiff und tanzten auf dem Hankofener Rasen im Maierhofer-Bau-Stadion. Die Niederbayern hatte es verpasst den für sie überlebenswichtigen Heimsieg einzufahren und selbst mit drei Punkten wäre die Lage für Hankofen weiter prekär gewesen. So aber ist die Hoffnung doch noch irgendwie drinzubleiben, auf ein Minimum gesunken. Dabei hatte es für die Hausherren sehr gut begonnen. Korbinian Stütz hatte einen weiten Ball bis in die Vilzinger Hälfte geschlagen und Ante Banden sprintete der Kugel hinterher. DJK-Keeper Fabian Eutinger eilte ihm entgegen, war eher am Ball, hatte diesen eigentlich schon sicher. Doch der ließ das Spielgerät wieder aus und so konnte Banden mit der Fußspitze das 1:0 für die Einheimischen erzielen, da waren gerade einmal 96 Sekunden gespielt. Überhaupt waren die Gäste in der Anfangsphase gegen früh pressende Hausherren etwas zu schludrig. Vilzing leistete sich leichte wie ungewohnte Fehler im Spielaufbau und brachte Hankofen dadurch immer wieder in Ballbesitz. Daher kamen die Bayerwäldler zunächst auch nicht in die gefährlichen Räume. Eine Hereingabe von rechts von Patrick Choroba hätte beinahe das 2:0 gebracht, aber Tobias Gayring kam am ersten Pfosten an den Ball, jagte diesen aber ans Außennetz (10.). Die Gäste benötigten eine Viertelstunde, bis sie ins Spiel fanden. Als die letzten 15 Minuten anbrachen, wurde Hankofen in die Defensive gedrängt. Alexis Fambo bereitete über die linke Seite vor, spielt ab zu Nik Leipold und der zog aus 16 Metern ab, traf in der Nachspielzeit links unten zum 1:1-Gleichstand. Für Vilzing ein guter Zeitpunkt Hankofen mit diesem Schock in die Kabine zu schicken. Im zweiten Abschnitt bekam die Partie eine andere Statik. Jetzt war der Tabellensiebte am Drücker und Hankofen musste viel verteidigen. Die Niederbayern waren aber bei Kontern und bei Standards gefährlich. Nach einem Freistoß von Lennard Stockinger war es Simon Pichlmeier, der freistehend vergab (49.). Vilzing, das monierte deren Trainer Thorsten Kirschbaum auch nach Spielschluss, produzierte viel zu viele Standards und das sollte Folgen haben. Ein Eckball von rechts von Stockinger kam vor die Kiste und konnte nicht geklärt werden. Lukas Käufl konnte aus dem Gewühl heraus zum 2:1 für das Schlusslicht einschießen (59.). Der DJK-Trainer reagierte, brachte mit Simon Sedlaczek und Paul Grauschopf zwei wichtige Faktoren auf den Platz. Sedlaczek war es dann auch, der einen Freistoß von der rechten Seite im Halbfeld mit dem linken Fuß vor das Tor schlug und da flog der Ball an Freund und Feind vorbei zum 2.2 in die Maschen (70.). Nun wollte Vilzing wie im Vorjahr mehr und damals hatte Jim-Patrick Müller noch den 3:2-Siegtreffer erzielt. Dieses Mal bereitete Leipold von rechts vor, sah den mitgelaufenen Sedlaczek und der schloss von halblinks flach in die lange Ecke zum 3:2-Endstand ab (79.). Hankofen hatte es wie vor einem Jahr nicht geschafft einen Vorsprung gegen Vilzing ins Ziel zu bringen: “Wir sind schwer reingekommen, haben auch zu viele Standards produziert. Die ersten zehn Minuten von uns waren nicht gut und da ist dann auch das passiert, was wir unbedingt vermeiden wollten, dass wir in Rückstand geraten sind. Es war dann auch viel Brisanz im Spiel in einem Derby, das für die Zuschauer interessant war. In der zweiten Halbzeit lief dann unser Spiel besser und wir konnten wieder zurückkommen, weil es die Jungs gut gemacht haben. Auf alle Fälle war das heute kein einfaches Spiel.” Hankofens Coach Tobias Beck war natürlich enttäuscht: “Wir haben zweimal eine Führung verspielt, das durfte nicht passieren. Wir hatten nach dem 2:1 zweimal die Chance auf 3:1 zu erhöhen, dann wäre das Derby wohl entschieden gewesen. Unsere Lage ist natürlich nicht gut, wir werden aber in den drei noch ausstehenden Spielen Vollgas geben und alles versuchen.”