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Schwarzgelbe holen Auswärtspunkt in Illertissen
Die DJK Vilzing hat die Negativserie gegen den FV Illertissen beendet. Nach sechs Niederlagen am Stück gegen die Gastgeber aus dem Landkreis Neu-Ulm erreichten die Huthgarten-Kicker am Freitagabend ein torloses Remis im Vöhlin-Stadion. 255 Zuschauer sahen einen aufopferungsvollen Kampf der Bayerwäldler, die leider Thomas Haas und ihren Trainer Thorsten Kirschbaum mit roter Karte verloren. Unter dem Strich war es für die DJK ein glücklicher aber nicht unverdienter Punktgewinn, den Keeper Sandro Weber mit einigen tollen Paraden festhalten konnte. In der Länderspielpause mussten der FV Illertissen auf zwei Spieler verzichten, denn Namrud Embaye (Eritrea) und Clayton Irigoyen (Luxemburg U21) mussten für ihre Auswahlteams spielen. Auf Vilzinger Seite fehlten neben den zahlreichen Verletzten die beiden gesperrten Mario Kufner (Gelb) und Luis Bezjak (Rot). Dafür kehrte Elija Härtl nach Gelbsperre in den Kader zurück. DJK-Coach Kirschbaum hatte nur drei Ersatzspieler und keinen zweiten Tormann dabei. Von vornherein war klar, wie diese Partie ablaufen würde. Die West-Schwaben rissen sofort das Zepter an sich, bestimmten das Geschehen. Aber über weite Strecken hatten die Vilzinger alles im Griff, gefährlich wurde es nur selten. Die erste klare Gelegenheit hatte der FVI durch Denis Milic, der aus 16 Metern knapp drüber zielte (10.). Auch im weiteren Verlauf waren Torannäherungen der Gastgeber nicht zu vermeiden. Doch zumeist waren die Versuche zu ungenau, die Bälle kamen nicht bei den Mitspielern an oder bei Torwart Sandro Weber, der den erkrankten Fabian Eutinger zum vierten Mal in Folge vertrat, war Endstation. Zweimal musste auch auf der DJK-Torlinie geklärt werden, doch es stand weiter die Null. Einmal war es Daniel Gerstmayer, dessen Schuss aus fünf Metern von der Linie gekratzt werden konnte (23.). Vilzing versuchte durch kluges Aufbauspiel für Entlastung zu sorgen. So startete Simon Sedlaczek ein Solo von der Mittellinie, seinen Schuss konnte Tormann Malwin Zok im Nachfassen parieren (31.). Dann noch einmal der FVI durch Yannick Glessing, dessen Schuss aus fünf Metern noch abgewehrt werden konnte (39.). Kurz vor der Pause wurde Nik Leipold bei einem Durchbruch gelegt, es gab Gelb und Freistoß aus 20 Metern. Den trat Andreas Jünger, aber der Keeper lenkte den Ball um den Pfosten zur Ecke (45.), die nichts einbrachte. Für den zweiten Abschnitt hatte sich Illertissen einiges vorgenommen, die starteten mit Macht, wollten endlich die Führung. Das Rezept der Hausherren war frühes Pressing und bei Balleroberung schnelles Umschalten, dass die Truppe von Trainer Holger Bachthaler, der wurde am Spieltag 51 Jahre alt, sehr gut beherrscht. Nur an diesem Abend hatten die Schwarz-Gelben etwas dagegen. Maximilian Neuberger probierte es aus 14 Metern, aber der DJK-Torsteher war zur Stelle (54.). Illertissen kam zu zwei weiteren Möglichkeiten, ehe Alexis Fambo für die DJK eine Möglichkeit ausließ (68.). Dann eine wichtige Szene. An der Mittellinie unmittelbar vor beiden Ersatzbänken hatte Jordi Wegmann, Sohn des früheren Bundesliga-Stürmers Uwe Wegmann (VfL Bochum) den Ball. Vilzings Haas wollte klären, rutschte dabei weg und erwischte Wegmann, aber nicht den Ball. Der Schiedsrichter lief hin und zückte Rot, er hatte die Szene anscheinend nicht genau gesehen (73.). Die Vilzinger Bank regte sich komplett auf, Coach Kirschbaum erhielt daraufhin ebenfalls Rot, musste hinter die Bande. Die Schlussphase wurde hektisch, weil der Schiedsrichter den Faden verloren hatte und mit den gelben Karten nur noch so um sich warf. Aber auch in Unterzahl hielt das Bollwerk der Oberpfälzer stand. Kurz vor dem Ende hatte Tobias Rühle aus wenigen Metern die Großchance zum lucky punch, aber der Ball landete am Außennetz, weil Sandro Weber den Winkel geschickt verkürzt hatte (90. + 3). “Wir wussten, dass es hier schwierig wird. In der ersten Halbzeit waren die Chancen noch ausgeglichen, Illertissen hatte aber mehr Spielanteile. In der ersten Viertelstunde nach der Pause haben wir uns schwer getan, waren unter Druck, sind dann aber wieder besser ins Spiel gekommen. Ein Lob gilt der gesamten Mannschaft, die es im Kollektiv hervorragend gemacht hat”, so das Statement von Kirschbaum, der sich über einen glücklichen Punkt, es war der 35., freuen konnte.