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Niederlage in Aubstadt
Die DJK Vilzing hat am Freitagabend in der Regionalliga Bayern die dritte Auswärtsniederlage der Saison kassiert. Die Huthgarten-Kicker unterlagen beim bisherigen Vorletzten TSV Aubstadt mit 0:2 (0:0). Damit endete die Miniserie der DJK von drei ungeschlagenen Partien. Die Gastgeber aus dem Grabfeld in der Rhön hingegen konnten nach neun Partien ohne Sieg wieder einen Dreier landen, für Interimscoach Joseph Francic war es in seinem fünften Sieg der erste Erfolg. Unter dem Strich war die Niederlage der Gäste gerecht, die vor allem in der zweiten Halbzeit viel zu wenig Engagement zeigten. Für die DJK Vilzing war es Spiel eins nach der schweren Verletzung von Kapitän Mario Kufner. Dieses Mal führte Ex-Profi Markus Ziereis die Mannschaft als Spielführer auf das Feld. Kurzfristig war Simon Sedlaczek (Sprunggelenk) ausgefallen. Es fehlten ohnehin Nik Leipold sowie wegen Gelbsperren Josef Gottmeier und Jakob Zitzelsberger. Die Innenverteidigung bildeten Jonas Blümel und Elija Härtl, Marin Mihaylov lief auf der Sechs auf. Der erste Durchgang, das stellten am Ende beide Trainer fest, war insgesamt recht ausgeglichen. Aubstadt kam einige Male gefährlich vor das Tor der Gäste, konnte aber nicht zu einem Torerfolg abschließen. Zudem verzeichnete der TSV einen Lattentreffer durch Joshua Endres (21.). Vilzing hatte drei klare Tormöglichkeiten. Nach Hereingabe von Erol Özbay traf Andreas Jünger aus wenigen Metern einen Gegenspieler (15.). Nach einem Solo von Jonas Goß wehrte der TSV-Tormann Vladyslav Vertiei den Schuss bravourös ab (20.) und Özbay setzte den Ball per Schlenzer an den Außenpfosten (45.). War das Remis nach den ersten 45 Minuten noch gerecht, änderte sich das Bild im zweiten Durchgang deutlich. Vilzing hatte zu viele Ballverluste, die Pässe wurden auf einem sehr gut bespielbaren Boden oft zu ungenau gespielt. Und irgendwie fehlte dem Spiel der Bayerwäldler am Vorabend von Halloween die Spritzigkeit, die Entschlossenheit und der absolute Wille das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. Aubstadt war einen Tick giftiger, kämpfte um jeden Meter Rasen und war gewillt sich zu schinden. “Die Macht im Grabfeld”, wie sich die Unterfranken selbst bezeichnen, wollte mächtig sein. Zunächst erzielten die Gastgeber durch Endres einen Treffer von halbrechts, der im langen Eck einschlug, der aber wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde (58.). Dann hatte Jünger mit einem Freistoß aus 24 Metern Pech, den konnte der Tormann noch abwehren (68.). Mit zunehmender Spieldauer lag der Führungstreffer der Hausherren in der Luft, es wurde immer wahrscheinlicher, dass die Unterfranken in Führung gehen. Nach einer Ecke von rechts stieg am zweiten Pfosten Tim Hüttl am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins andere Eck hoch unter die Latte (80.): “Das war nicht zu verteidigen”, stellte Vilzings Trainer Wolfgang Beller hernach fest. Nun musste es schnell gehen, wenn noch etwas zu retten sein sollte. Beller stellte auf 3-5-2 um, brachte Benedikt Auburger für die letzten Minuten in die Partie. Aber weder in der regulären Spielzeit, noch in der Nachspielzeit konnten die Oberpfälzer noch einmal Gefahr erzeugen. Vielmehr erzielte Aubstadt mit der allerletzten Aktion per Nachschuss von Franz Helmer noch das 2:0. Dann war Schluss und der Stadionsprecher legte sogleich den Vereinssong auf, in dem es heißt: “Aubstadt, wo jeder für den anderen einsteht”, schallte aus den Lautsprechern. Das hatte am Ende den Unterschied ausgemacht. DJK-Trainer Beller war enttäuscht: “Die erste Halbzeit war noch in Ordnung, da hatten wir drei gute Torchancen, da hätten wir eine nutzen müssen. In der zweiten Halbzeit war dann Aubstadt klar besser. Es war sehr ärgerlich, dass wir das 0:1 nach einem Standard kassieren. Das zweite Tor rechne ich dann gar nicht mehr. Für uns war es eine enttäuschende zweite Halbzeit und daher ist der Sieg von Aubstadt auch verdient.” Der neue Vilzing-Kapitän Ziereis stellte fest: “Es war ein sehr umkämpftes Spiel und in der ersten Halbzeit war bei beiden Mannschaften richtig Zug drin. Wir haben es leider nicht geschafft, dass wir unsere Tore machen, denn wir haben gute Chancen gehabt. Zweite Halbzeit haben wir dann den Faden verloren, sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen. Am Schluss hat dann Aubstadts Innenverteidiger das super Tor zum 1:0 gemacht. Wir haben dann nochmal alles versucht, am Schluss ist es ärgerlich, dass wir hier verloren haben.”