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Huthgartenkicker mit mega Energieleistung zum Auswärtsdreier in Aubstadt
Die DJK Vilzing hat den Marathon mit vier Spielen binnen zehn Tagen erfolgreich abgeschlossen. Am Freitagabend gab es mit 2:1 (0:0) beim bis dahin punktgleichen TSV Aubstadt den zehnten Saisonsieg. So konnten die Huthgarten-Kicker die ersten vier Partien ins so kurzer Zeit mit einer Ausbeute von sehr guten sieben Punkten abschließen und das Punktekonto auf 34 aufstocken. Damit sind die Bayerwäldler mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Klassenerhalt unterwegs. Die Tore erzielten Martin Mihaylov und Kapitän Felix Weber. Getrübt wurde die Freude nur durch eine rote Karte gegen Vilzings Luis Bezjak sowie durch die fünfte gelbe Karte für Elija Härtl. Den Gastgebern gehörte die Anfangsviertelstunde, da kam Aubstadt auch zu zwei guten Torchancen. Severo Sturm legte für Pascal Moll auf, der knapp am Leder vorbeirutschte (6.). Dann war es Franz Helmer, der es aus 18 Metern versuchte, aber DJK-Keeper Sandro Weber, der wie schon gegen Würzburg den verletzten Stammtormann Fabian Eutinger vertrat, konnte parieren (12.). Nach und nach fanden die Vilzinger in die Partie. In Minute 21 gab es eine Doppelchance für den Gast, jeweils vorbereitet von Felix Weber, zweimal abgeschlossen von Andreas Jünger, der beide Male in Aubstadt-Keeper Vladyslav Vertiei seinen Meister fand. Eine weitere Hereingabe von Felix Weber landete bei Thomas Haas und auch dessen Schuss konnte der Schlussmann der Rot-Weißen abwehren (26.). Gefährlich wurde es von Seiten der Hausherren nur bei Standards. Einen Freistoß von Marcel Fischer aus 20 Metern konnte Paul Grauschopf klären (38.). Und TSV-Flügelspieler Sturm probierte es mit einem fulminanten Schuss auf die kurze Ecke, die mit einem Eckstoß endete (44.). Das torlose Remis zur Spielmitte war gerecht. Nach dem Seitenwechsel prüfte Bezjak mit einem Schuss aus 24 Metern den Tormann (65.), der Sieger blieb. Nun nahm die Partie der beiden punktgleichen Teams Fahrt auf. Nach einer Ecke und drei Schussversuchen kam der Abpraller zu Joker Martin Mihaylov, der aus zehn Metern durch viele Abwehrbeine hindurch zur Gästeführung traf (69.). Doch kurz darauf steuerte Radzivon Hushcha auf der Vilzinger Tor zu, verfolgt von Bezjak. Der zupfte noch weiter vor dem Strafraum am Trikot des Gegners, doch der zum Teil unsicher wirkende Schiedsrichter ließ Vorteil laufen. Doch plötzlich der Pfiff des Referees, es gab Freistoß und Rot für Bezjak (72.). Die Gästebank war entrüstet und fachkundige Zuschauer der Hausherren sprachen auch von einer Fehlentscheidung. Der folgende Freistoß blieb ungefährlich. Nun wurde es für die Bayerwäldler in ihrem vierten Spiel in dieser kurzen Zeit sehr schwierig. Aubstadt machte Druck und die DJK musste Abwehrarbeit verrichten. Bei einem Konter gab es Freistoß auf rechts, den Simon Sedlaczek in den Strafraum servierte. Der Ball wurde mit dem Kopf verlängert und landete bei Felix Weber, der mit einem Traumtor aus sechs Metern zum 2:0 traf (79.), ein Treffer in Unterzahl. Severo Sturm war es, der aussichtsreich nach einem Solo vergab (81.). Dann aber doch der Anschlusstreffer für den TSV. Sturm hatte von links quer vor den Strafraum gelegt und dort konnte Fischer mit einem Flachschuss auf 1:2 verkürzen (87.). In der mit sechs Minuten angezeigten Nachspielzeit, daraus wurden am Ende neun, hatte Maximilian Stahl noch eine Topchance, die aber Sandro Weber mit einer Glanzparade zunichte machte. Die letzten Zeigerumdrehungen wurden immer hektischer und als es dann nochmals Ecke für Aubstadt war, kam der Torwart mit nach vorne. Die Möglichkeit wurde vertan, doch der Keeper teilte einen Ellenbogenschlag gegen Vilzings Jonas Blümel aus, den der Unparteiische mit Rot bestrafte. Nach dem Abpfiff spielten sich tumultartige Szenen auf dem Spielfeld mit Kickern und Funktionären ab. Es dauerte, bis sich die Wogen glätten konnten. Vilzing feierte den fünften Auswärtssieg, den zehnten Saisonerfolg und den ersten Dreier in dieser Spielzeit gegen ein Team aus Unterfranken. Entsprechend zufrieden zeigte sich DJK-Coach Thorsten Kirschbaum: “Unser Platzverweis war unserer Meinung hach eine krasse Fehlentscheidung. Meine Jungs haben unheimlich stark performt und haben den Gegner zur Weißglut gebracht, das hat die Reaktion des Torwarts kurz vor Schluss gezeigt. Ich bin mega stolz, wie unsere Mannschaft die Aufgabe hier heute gelöst hat. Hinten raus war es ein sehr intensives Spiel und eine große Willensleistung der Mannschaft.” Am kommenden Samstag geht es nach einer kurzen Pause für Vilzing mit dem Heimspiel gegen Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II weiter.