News

Huthgartenkicker holen mit leidenschaftlicher Energieleistung gegen Aufstiegskandidat Würzburg

Mit einer unglaublichen Willensleistung hat die DJK Vilzing am Dienstagabend im Nachholspiel der Regionalliga Bayern daheim gegen den Topfavoriten FC Würzburger Kickers ein 1:1 (1:1)-Unentschieden geholt und steht nun bei 31 Punkte. Die stark dezimierte Truppe der Gastgeber konnte im dritten Heimspiel binnen einer Woche somit für eine Überraschung sorgen und erkämpfte sich verdientermaßen den einen Punkt. Bei der DJK fehlen elf (!) Spieler, unter anderem auch Stammkeeper Fabian Eutinger, der durch Sandro Weber hervorragend vertreten wurde. Den frühen Rückstand egalisierte kurz vor der Pause Simon Sedlaczek. Mit etwas Glück wäre sogar ein Sieg für die DJK drin gewesen.Vor dem Anpfiff gab es im Vilzinger Lager Hiobsbotschaften zu verkraften. Denn auf der Ausfallliste tauschten neu Alexis Fambo und Nik Leipold wegen muskulärer Probleme auf. Fambo musste in der Schlussphase aber für den ausgepumpten Jonas Blümel spielen, der eine gute Partie gemacht hatte. Bei Leipold ging hingegen nichts und auch Lutz Hastreiter, Aushilfe aus der Zweiten, war beruflich verhindert. Zudem konnte Tormann Fabian Eutinger nicht spielen, er klagte über Beschwerden im Rücken. So kam Ersatzmann Sandro Weber (26) zu seinem siebten Regionalliga-Einsatz. Coach Kirschbaum, der in den ersten beiden Partien mit der gleichen Startelf spielen konnte, musste noch zwei Änderungen vornehmen. Blümel und Andreas Jünger ersetzten in der Anfangsformation Leipold und Fambo sowie Elija Härtl, der für Martin Mihaylov ins Team rückte.Dass es für die Bayerwäldler kein Zuckerschlecken wird, das war klar. Ziel war es sich gut verkaufen, dem Topfavoriten Paroli zu bieten, angesichts der Personalsituation aber ein schwieriges Unterfangen. Die Würzburger, an diesem Tag das einzige Team aus der Spitzengruppe im Einsatz, wollte natürlich einen Dreier mitnehmen, um Platz zwei zu erklimmen: “Das ist heute ein Spiel für uns mit big points, die wir unbedingt holen wollen”, sagte Kickers-Coach Marc Reitmaier schon vor dem Anpfiff. Und so gingen es die Profis vom Dallenberg auch an, den DJK-Fans wurde es in der Anfangsphase schwummrig vor den Augen. Die Rothosen machten gegen den DJK mit den beiden Ex-Würzburgern Thomas Haas und Elija Härtl richtig Druck und das sollte sich schon nach 217 Sekunden auszahlen. Eine Lücke in der DJK-Abwehrreihe, die ansonsten wie auch Tormann Sandro Weber hervorragend agierte, nutzte Eroll Zejnullahu aus, der traf aus zwölf Metern mit einem Flachschuss von halbrechts in die linke untere Ecke, der DJK-Tormann war das chancenlos (4.). Das war schon ein bedrohliches Szenario für die Hausherren, deren Anhänger Schlimmes befürchteten: “Ich muss aber sagen, dass die Mannschaft diesen frühen Rückstand hervorragend weggesteckt und Charakter gezeigt hat”, stellte Kirchbaum hernach fest. Die Kickers setzten sofort nach, wollten eine frühe Entscheidung. Ein Schuss von Martin Thomann ging knapp drüber (5.) und auch der Versuch von Dion Berisha aus 18 Metern flog über den Kasten (7.).Vilzing kämpfte sich rein. Eine Flanke von rechts von Jonas Goß flog rein, aber Andreas Jünger kam nicht ran (16.). Mitte der ersten Halbzeit war die Begegnung ausgeglichen und Vilzing kam zu Chancen. Ein Freistoß von Simon Sedlaczek aus 17 Metern flog knapp über den Kasten (28.) und unmittelbar danach war es Goß, der zu Jünger ablegte, der sich aber nicht entscheidend durchsetzen konnte. Vilzing war jetzt auf alle Fälle dran und konnte auch noch kurz vor der Pause ausgleichen, was nicht einmal unverdient war. Von links brachte der immer besser werdende Rückkehrer Paul Grauschopf den Ball auf den zweiten Pfosten, wo sich Sedlaczek entscheidend durchsetzen konnte, der per Flachschuss zum gerechten 1:1 traf (44.).Im zweiten Durchgang probierten Die Würzburger Profis alles, brachten ihre Topleute wie Peter Kurzweg, Jermain Nischalke und Cherif Cisse ins Spiel, allesamt mit Drittliga-Erfahrung ausgestattet. Aber das Vilzinger Bollwerk hielt, Mario Kufner und Härtl im Zentrum leisteten Schwerstarbeit. Es ging sogar auch noch was nach vorne, Haas hätte in der Nachspielzeit beinahe noch das 2:1 erzielt. Die Kickers hatten sich insgesamt zu dumm angestellt und so blieb es beim gerechten Remis. “Wir sind heute unglaublich zufrieden. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und ist als Einheit aufgetreten. Ich wäre heute in der einen oder anderen Situation gerne mitgelaufen, so sehr hat mich das Spiel berührt. Das Unentschieden ist hochverdient, es wäre sogar mehr drin gewesen, wir wollten mehr als der Gegner. Ich bin heute unheimlich stolz auf jeden Einzelnen, weil das eine Topleistung des Kollektivs war”, zeigte sich Kirschbaum sehr zufrieden.

Zurück