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Eibl-Elf mit Heimniederlage

Das Auf und Ab bei der DJK Vilzing in der Regionalliga Bayern geht weiter. Was die Gastgeber zeigten war insgesamt nicht mehr als trockenes Brot, während Ansbach eine richtige Butterstulle anbot. Am Karsamstag konnte der Rangzweite gegen den Underdog aus Ansbach nicht den erhofften zehnten Heimsieg und ersten Dreier des Jahres 2024 einfahren. Vielmehr kassierten die Oberpfälzer vor 719 Zuschauern die zweite 1:2-Heimpleite nach der Pleite gegen den FV Illertissen 14 Tage in Folge. Es war insgesamt ein enttäuschender Auftritt der Gastgeber gegen Westmittelfranken, die jahresübergreifend sechsmal nicht gewonnen hatten und die in diesem Jahr erst einen Treffer erzielt hatten. Unter dem Strich war es ein verdienter Gästeerfolg, weil Vilzing die richtige Einstellung vermissen ließen. Ansbach trat ohne den am Finger operierten Torhüter Andreas Heid und den wegen einer Gelbsperre fehlenden Eric Weeger an. Ausgefallen waren auch Lukas Karakas, Daniel Schelhorn, Jonas Bayerlein und Sven Landshuter. Auf Vilzinger Seite waren Fabian Spichtinger und Ersatztormann Sandro Weber nicht dabei, Kapitän Christian Kufner und Lukas Schröder mussten auch Sperren absitzen, Mario Kufner fehlte mit Magen-Darm-Infekt. Vom Start weg waren die Hausherren tonangebend. Aber der junge Ansbacher Trainer Niklas Reutelhuber hatte seine Truppe top eingestellt, die mit frühem Pressing die Aktionen der Hausherren bei sommerlichen Temperaturen immer wieder störten. Nach einem Eckball der Bayerwäldler fing Patrick Kroiß den Ball ab, trieb ihn nach vorne und setzte Lukas Schmidt in Szene. Der spielte zurück zu Kroiß, dessen Kopfball knapp am Tor vorbei flog (7.). Das war schon mal der erste Hallo-Wach-Moment für die Hausherren. Die Schwarz-Gelben waren weiter dominant, doch im Abschluss nicht zwingend genug. Den Freistoß von Lukas Dotzler fing Ansbachs Tormann Heiko Schiefer sicher (18.). Ein Steckpass von Franz Wendl auf Tobias Hoch kam nicht an, Schiefer war vor ihm am Ball (22.). Ein Fernschuss von Jakob Zitzelsberger aus 30 Metern wurde die Beute von Schiefer (26.). Dotzler zielte aus 22 Metern drüber (37.) und nach Zuspiel von Jim-Patrick Müller schoss Andreas Jünger den Torwart an (40.). Auf der Gegenseite bediente Kroiß den Kollegen Jonas Sauerstein, dessen Kopfball von DJK-Tormann Max Putz auf Kosten einer Ecke geklärt werden konnte (42.). Der torlose Halbzeitstand war ein schöner Teilerfolg für die Ansbacher. Die Gastgeber vollzogen zur zweiten Halbzeit erstmals in dieser Saison einen Dreifach-Wechsel, ein Zeichen, dass DJK-Coach Beppo Eibl mit der Leistung seiner Truppe nicht einverstanden war. Doch das Spiel der Hausherren wurde nicht besser, vielmehr konnte Niklas Seefried, der überhaupt nicht angegriffen wurde, per Flachschuss das 1:0 für seine Farben erzielen (57.). Nun wurde Vilzing giftiger gegen tapfere Gäste, die nicht nachließen und zu Konterchancen kamen. Ein Solo von Michael Sperr konnte Putz abwehren (72.). Vilzing hatte eine Topmöglichkeit zum Ausgleich, als der Ball von Jünger unter Keeper Schiefer durchrutschte, aber parallel zur Torlinie hoppelte (77.). Als dann Kroiß zu einem Solo ansetzte, alleine auf den Vilzinger Kasten zulief, Putz ausgespielt hatte, schloss er ab. Im letzten Moment kam Martin Tiefenbrunner dazu, klärte erst mit dem Fuß und dann im Liegen mit dem Kopf. “Der Ball war nicht drin”, sagt Torwart Putz, der es gesehen haben musste, doch der Linienrichter, 25 Meter entfernt, gab den Treffer zum 2:0 (83.). Nun spielte DJK-Abwehrchef Zitzelsberger Sturmspitze, was sich nicht auszahlen sollte. Paul Grauschopf konnte mit einem Schuss aus 20 Metern noch auf 1:2 verkürzen (86.), das war es dann aber und so feierte Ansbach einen nicht unverdienten Auswärtssieg, den zweiten in dieser Saison. Vilzing-Coach Eibl war sauer: “Die Niederlage ist verdient, weil wir heute nicht auf hundert Prozent gekommen sind. Wir hatten ein paar Chancen, die wir kläglich vergeben haben. Uns hat der unbedingte Wille gefehlt das Spiel zu gewinnen. Wir hatten zu wenig Tempo im Spiel.” Nun ist auch wieder Platz zwei in Gefahr, während Ansbach sich über dem Strich halten konnte.

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